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<title>Pfarrkirche Rinn</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Pfarrkirche Rinn</span></h1>
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</style><span style="display:none">BW</span></div>
<p>Die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische</a> <b>Pfarrkirche Rinn</b> steht in der Gemeinde <a href="Rinn" title="Rinn">Rinn</a> im <a href="Bezirk_Innsbruck-Land" title="Bezirk Innsbruck-Land">Bezirk Innsbruck-Land</a> in <a href="Tirol_(Bundesland)" title="Tirol (Bundesland)">Tirol</a>. Sie ist dem heiligen <a href="Andreas_(Apostel)" title="Andreas (Apostel)">Andreas</a> <a href="Kirchweihe" title="Kirchweihe">geweiht</a> und gehört zum <a href="Liste_der_Pfarren_im_Dekanat_Wilten-Land" title="Liste der Pfarren im Dekanat Wilten-Land">Dekanat Wilten-Land</a> in der <a href="Di%C3%B6zese_Innsbruck" title="Diözese Innsbruck">Diözese Innsbruck</a>. Das Bauwerk steht unter <a href="Denkmalschutz#Österreich" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a> (<a href="Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Rinn#Q38068279" title="Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rinn">Listeneintrag</a>).<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lagebeschreibung">Lagebeschreibung</h2></div>
<p>Die Kirche steht im Ortszentrum und ist von einem Friedhof umgeben.<sup id="cite_ref-Dehio_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Im Jahr 1335 wird erstmals eine Kirche in Rinn urkundlich erwähnt. Eine Kirchweihe erfolgte im Jahr 1481. In den Jahren 1775 und 1776 wurde das Langhaus und der Chor von <a href="Franz_Singer_(Baumeister%2C_1724)" title="Franz Singer (Baumeister, 1724)">Franz Singer</a> neu errichtet. Die Weihe des Neubaus erfolgte 1780. In den Jahren 1931 und 1959 wurde die Kirche restauriert. Ursprünglich wurde die Kirche von <a href="Pfarrkirche_Ampass" title="Pfarrkirche Ampass">Ampass</a> aus seelsorglich betreut, 1721 wurde Rinn zu einer eigenständigen Kuratie erhoben und 1881 zur <i>Pfarre Rinn-Tulfes</i> erhoben.<sup id="cite_ref-Dehio_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur">Architektur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kirchenäußeres"><span id="Kirchen.C3.A4u.C3.9Feres"></span>Kirchenäußeres</h3></div>
<p>Das Langhaus der Kirche liegt unter einem <a href="Satteldach" title="Satteldach">Satteldach</a>. Der <a href="Chor_(Architektur)" title="Chor (Architektur)">Chor</a> ist eingezogen und weist einen im Ansatz leicht eingeschwungenen halbrunden Schluss auf und liegt unter einem geschmiegten Dach. Der <a href="Gotik" title="Gotik">spätgotische</a> Südturm schließt am Langhaus an. Die <a href="Klangarkade" title="Klangarkade">Schallfenster</a> sind gekuppelt und rundbogig. Der Turm ist durch Kaffgesimse gegliedert, die in der <a href="Barock" title="Barock">Barockzeit</a> erneuert wurden. Der Helm wurde als Giebelspitzhelm ausgeführt. Die barocke Architekturmalerei am Turm wurde 1978 freigelegt. Im Winkel zwischen Turm und Chor befindet sich ein kleiner <a href="Sakristei" title="Sakristei">Sakristeianbau</a>. Eine neue Sakristei wurde nördlich an das Langhaus und teilweise an den Chor angebaut. Die Westfassade wird im unteren Teil als Substruktionsmauer genutzt. Bis auf eine ülgeschweifte Oberlichte und drei Vierpassnischen ist diese Wand geschlossen. Im ersten Langhausjoch befinden sich korbbogige Seitenportale, die zweifach abgefast sind. An den Fenstergruppen ist von außen die innere Einteilung der Kirche ablesbar. Im Hauptjoch sind die in gebrochenen Rundbögen schließenden Fenster durch eine geschweifte Oberlichte paarweise zusammengefasst.<sup id="cite_ref-Dehio_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kircheninneres">Kircheninneres</h3></div>
<p>Die Kirche ist in ihrem Inneren in vereinfachter Form der Gliederung der <a href="Pfarrkirche_G%C3%B6tzens" title="Pfarrkirche Götzens">Pfarrkirche Götzens</a> nachempfunden. Die Gliederung setzt sich aus einem Emporenvorjoch, einem Hauptjoch und den durch einen Segmentbogenjoch eingeleitetenden, eingezogenen Chor zusammen. Die einzelnen Joche liegen unter ovalen Flachkuppeln. Der nochmals leicht eingezogene Chor schließt im Halbrund. Im Kircheninneren gibt es ein umlaufendes Gesims, das im Bereich der Pilaster verkröpft ist. Auf dem Gesims setzen die Oberlichten an. Im Chorvorjoch befinden sich Nischen für die Seitenaltäre. Die Westempore schwingt in der Mitte leicht ein und ruht auf seitlichen Konsolen, die im weiteren Verlauf in Rundsäulen übergehen. Neben dem linken Portal befindet sich ein Weihwasserbecken aus dem Jahr 1759, das in späterer Zeit an den jetzigen Standort übertragen wurde. Die Rocaillestukkaturen stammen von Franz Singer. Laut Chronogram in der Chorbogenkartusche wurden sie 1776 geschaffen. Die Deckenfresken wurden zur selben Zeit von Franz und Josef Giner geschaffen. Sie stellen von Westen nach Osten die „Berufung des heiligen Andreas“ und die „Verurteilung des heiligen Andreas“ und in den Zwickeln die „Wunder des heiligen Andreas“ dar. In den Zwickelbildern sind die Kirchenväter dargestellt. In weiterer Folge ist die „Marter des heiligen Andreas“ zwischen Darbringung und Verkündigung im Tempel, sowie die Verherrlichung des heiligen Andreas und des seligen <a href="Anderl_von_Rinn" title="Anderl von Rinn">Anderl von Rinn</a> dargestellt. In den Zwischelkartuschen sind in Grisaillen die Tugenden Fides, Spes, Caritas und Fortitudo dargestellt.<sup id="cite_ref-Dehio_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>
<p>Die drei Altäre sind spätbarocke Säulenaufbauten vom Ende des 18. Jahrhunderts. Der Hochaltar weist seitliche Opfergangsportale auf. Das Altarblatt zeigt den heiligen Andreas und wurde 1783 von Josef Liebherr gemalt. Das Altarbild wird von Figuren der Heiligen <a href="Florian_von_Lorch" title="Florian von Lorch">Florian</a> und <a href="Georg_(Heiliger)" title="Georg (Heiliger)">Georg</a> flankiert. Im Auszug ist eine Schnitzgruppe, die die Krönung Mariens darstellt.<sup id="cite_ref-Dehio_2-4" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf dem linken Seitenaltarbild ist der heilige <a href="Sebastian_(Heiliger)" title="Sebastian (Heiliger)">Sebastian</a> dargestellt. Dieses wurde von Josef Liebherr im Jahr 1783 gemalt. Die seitlichen Schnitzfiguren stellen die Heiligen <a href="Isidor_von_Sevilla" title="Isidor von Sevilla">Isidor</a> und <a href="Notburga_von_Rattenberg" title="Notburga von Rattenberg">Notburga</a> dar.<sup id="cite_ref-Dehio_2-5" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf dem rechten Seitenaltar steht eine Schnitzfigurengruppe der „Krönungs Mariens“ in einem Puttenreigen. Auf dem Altar stehen Statuen der Heiligen <a href="Joachim_(Heiliger)" title="Joachim (Heiliger)">Joachim</a> und <a href="Anna_(Heilige)" title="Anna (Heilige)">Anna</a>.<sup id="cite_ref-Dehio_2-6" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Vorsatzbilder stellen auf der linken Seite den heiligen <a href="Aloisius_von_Gonzaga" title="Aloisius von Gonzaga">Aloysius</a> und auf der rechten Seite das Herz Jesu dar. Sie befinden sich zwischen den Halbfiguren des seligen Anderl von Rinn und <a href="Simon_von_Trient" title="Simon von Trient">Simon von Trient</a> auf Reliquienpyramiden dar.
</p><p>Die <a href="Rokoko" title="Rokoko">Rokoko</a>-Kanzel wurde um 1776 geschaffen. Die Brüstungesreliefs zeigen den <a href="Jakobsbrunnen" title="Jakobsbrunnen">Jakobsbrunnen</a>, den Guten Hirten und den Sämann. Auf dem sich in Voluten verjüngenden <a href="Schalldeckel" title="Schalldeckel">Schalldeckel</a> befinden sich sitzende Figuren der Heiligen <a href="Simon_Petrus" title="Simon Petrus">Petrus</a> und <a href="Paulus_von_Tarsus" title="Paulus von Tarsus">Paulus</a> vor den Symbolen der Evangelisten. Der Schalldeckel wird von den Gesetzestafeln flankiert.<sup id="cite_ref-Dehio_2-7" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Unter dem Empore befindet sich ein ikonenartiges Madonnenbild in einem Knorpelwerkrahmen. Es wurde um 1670 geschaffen und weist ein kleines barockes Oberbild mit der Heiligen <a href="Dreifaltigkeit" class="mw-redirect" title="Dreifaltigkeit">Dreifaltigkeit</a> auf. Darunter befinden sich die Alianzstifterwappen.<sup id="cite_ref-Dehio_2-8" class="reference"><a href="#cite_note-Dehio-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Betbänke sind im Stil des Spätrokoko gehalten und weisen geschnitzte Wangen auf. Sie entstanden um 1776. Die Kreuzwegstationen schuf <a href="Franz_Roilo" title="Franz Roilo">Franz Roilo</a> im Jahr 1959. Die Weihnachtskrippe mit Figuren von Johann Plank entstand um 1900. Ein grünes Buckelglas mit Reliquien stammt aus der 1481 geweihten Altarmensa.
</p><p>Die Orgel aus 2003 mit 18 Registern stammt von <a href="Christian_Erler" title="Christian Erler">Christian Erler</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: <i>Tirol. Rinn. Pfarrkirche hl. Andreas.</i> Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1980, ISBN 3-7031-0488-0, S. 654–655.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://stift-wilten.at/de/83textpfarre-rinn">Webpräsenz der Pfarre Rinn</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bda.gv.at/dam/jcr:cf2d0736-55ca-44b6-9695-774ec33f7386/_Tirol_DML_2022.pdf">Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.</a></i> (PDF), (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bda.gv.at/dam/jcr:51eeca38-0b23-49f5-8eec-0880ff513471/~Tir._2022raw+ID_4898POS.csv">CSV</a>). <a href="Bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Bundesdenkmalamt</a>, Stand: 29. Juni 2022.</span>
</li>
<li id="cite_note-Dehio-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-6">g</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-7">h</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Dehio_2-8">i</a></sup></span> <span class="reference-text">DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: <i>Tirol. Rinn. Pfarrkirche hl. Andreas.</i> Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1980, ISBN 3-7031-0488-0, S. 654–655.</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">47.249341</span><span class="longitude">11.501951</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:47.249341,11.501951"><span title="Breitengrad">47° 14′ 57,6″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">11° 30′ 7″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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